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Webhostingday 2010 und CloudStorm Cologne

19 März 2010 One Comment

Gestern fand der Webhostingday 2010 in einer fulminanten Party sein Ende. Aber fangen wir vielleicht doch besser vorne an.

War bereits letztes Jahr Cloud Computing in aller Munde, so gab es diesmal auf der gesamten Veranstaltung glaube ich keinen Satz in dem Cloud Computing nicht vorkam. Ernsthaft. Das ganze hat was von Teenager Sex. Alle reden davon und wenn sie es dann endlich tun ist es schlecht. Hier genauso, alle reden, aber nur selten weiss auch mal jemand wovon er da eigentlich redet.

Sei es drum, im Vergleich zum letzten Jahr war es dieses mal schon fast erträglich.

Mit etwas Glück beginnen die europäischen Hoster dann bis zum nächsten Jahr auch endlich mal damit nicht mehr nur darüber zu reden sondern es auch zu tun. Die Anzahl der Anbieter, die die versammelte Hosterschaft mit Produkten rund um das Thema Cloud Computing umwarb wurde jedenfalls merklich größer. Aus irgendeinem Grund zögern die Hoster aber noch, was mir so auch von mehren Anbietern im Gespräch bestätigt wurde. Dabei sei es gerade in Deutschland besonders schlimm.

Zwei Anbieter die mir auf dem Webhostingday aufgefallen sind möchte ich kurz vorstellen.

Bizanga Store

Mit Bizanga Store kann man aus beliebiger Hardware einen zur S3 API kompatiblen Dateispeicher auf Objektbasis anbieten. Komplett inklusive Abrechnungssystem.

Die Installation ist dabei denkbar einfach, da das Produk in Form von .iso Images ausgeliefert wird. Als Grundlage kommt dabei Ubuntu Linux zum Einsatz.

Der Bedarf für eine solche Lösung ist in meinen Augen auf jeden Fall da. Leider gibt es aber keinen Hoster in Deutschland der sich an das Thema rantraut. Warum nicht? Oder gibt es vielleicht doch einen und mir hat es keiner verraten?

Amplidata AmpliCloud

Das zweite Produkt, dass mir aufgefallen ist ist Amplidata AmpliCloud.  Im Prinzip ist es ein direkter Konkurrent zum eben vorgestellten Bizanga Store. Allerdings ist die herangehensweise eine gänzlich andere. Was mir sehr gut gefallen hat ist die Art wie Amplidata die Daten abspeichert. Dort verfolgt man nämlich einen Ansatz der so Kristof de Spiegeleer (den meisten sicher durch die QLayer Übernahme von SUN ein Begriff und der unter anderem auch an Amplidata beteiligt zu sein scheint) aus der Raumfahrt übernommen wurde. Die Daten werden in Formeln umgewandelt und so erhält man eine lückenlose Änderungshirarchie und kann sollte eine Datei korrupt sein die Datei jederzeit durch wiederdruchlaufen der Änderungen wiederherstellen. Man lässt einfach die letzte Änderung, die die Datei korumpiert hat weg. So jedenfalls die Erklärung. Der ein oder andere wird es vielleicht noch etwas besser wissen als ich.

Was mir wiederrum garnicht gefällt ist die Tatsache, dass AmpliCloud in Form von Appliances ausgeliefert wird. Das hat nämlich mit Cloud nichts zu tun. Man verstehe mich nicht falsch, mir ist durchaus bewusst, dass man die Hardware nicht weglassen kann. Aber spezialisierte Hardware lässt sich eben nur für speziell einen Zweck einsetzen und ich habe keine Möglichkeit die Ressourcen der Hardware dort zu nutzen wo ich sie gerade benötige.

Eine Zusammenfassung speziell des CloudStorms findet man beim Cloud Computing Report.

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