Als ich Anfing hier auf Serverwolken.de über Cloud Computing zu bloggen sah es mehr als Mager aus in deutschen Landen. Mitlerweile werden es immer mehr Anbieter die eigene Angebote auf den Markt bringen. Insbesondere die traditionellen Hoster versuchen sich mal mehr, mal weniger erfolgreich an Infrastrucutre as a Service Angeboten.
Mit JiffyBox hat domainFACTORY, eines der Schwergewichte im deutschen Hostingmarkt, sich ebenfalls dem Thema angenommen und verdient bereits vorweg ein großes Lob. JiffyBox erfüllt alle Anforderungen eines echten IaaS-Angebots.
Was will man mehr?
Da für uns die API und die Möglichkeit eigene Images und Kernel zu nutzen besonders wichtig ist, habe ich mir die API mal etwas genauer angesehen (PDF). Bei der JiffyBox handelt es sich laut der guten Dokumentation um eine RESTFul-API die per JSON kommuniziert. Sieht schonmal sehr gut aus.
Doch gleich auf einer der ersten Seite lese ich folgendes:
https://api.jiffybox.de/<API-Token>/v1.0/<modul>[/<bereich>][/<bereich N>]
Eines der Grundprinzipien, wenn nicht sogar das Grundprinzip von REST ist es für mich, dass jede Ressource über eine eigene URL angesprochen wird. Wenn jetzt allerdings wie hier, als Teil der URL ein API-Token übergeben wird, dann haben die Ressourcen keine eindeutigen URLs, denn diese ändert sich ja mit jedem Login. Das ganze ist jetzt zwar kein Beinbruch und sicher gibts es genug Entwickler in der weiten Welt des Internets, die das ganz anders sehen als ich. Aber es gibt meiner Meinung nach bessere Methoden um Authentifizierungstokens zu übertragen. Z.B. im Header.
Positiv anzumerken ist aber definitiv, dass die API sehr sauber auf die Verwendung der Verben achtet und eine eindeutige Versionierung bietet. Etwas, dass wir bei unserer API bisher noch nicht umgesetzt haben.
Alles in allem bin ich aber von JiffyBox durchaus begeistert und kann es nur begrüßen, dass es damit eine brauchbare alternative zu EC2 aus deutschen Landen gibt. Einzig bei den Instanzengrößen könnte man noch etwas nach oben nachbessern. Aber das kommt sicher mit der Zeit.
Vom 19. – 20. Oktober 2010 findet in Nürnberg die zweitägige databasepro powerdays – Datenbanken in der Cloud Konferenz statt.
Tag eins widmet sich ausgiebig dem Thema SQL Azure und am zweiten Tag dreht sich dann alles um Amazon, CouchDB & Co.
Mit den beiden Codes “DATA10EXK” und “DATA10EXK2″ kommt man am ersten und entsprechend zweiten Tag für 299,- € anstelle der regulären 499,- € in den Genuss der Konferenz. Das Kontingent der vergünstigten Tickets ist begrenzt, teilt der Veranstalter mit. Man wird aber entsprechend benachrichtigt.
Die Einladungscodes wurden uns freundlicherweise von Onchestra bereitgestellt, wofür wir uns hiermit recht herzlich bedanken.
Am 5 und 6. Oktober findet in Berlin das 2. Cloud Symposium zusamen mit dem 3. internationalen SOA Symposium statt. Dieses Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto “Scaling Your Business and Infrastructure into the Cloud”.
Zum fröhlichen networken und diskutieren werden ca. 500 Gäste und 80 Speaker im Berliner Congress Centrum anwesend sein. Die Firmenliste liest sich wie das Who-is-Who des Cloud-Computings. Neben Sprechern von Amazon, Salesforce.com und Google werden auch Firmenvertreter von Oracle, Microsoft, IBM, Sun, Software AG, Red Hat, Capgemini, HP, Logica, Ordina, SOA Systems, AmberPoint, US Department of Defense, Burton Group/Gartner, Accenture dabei sein.
Zu den Sprechern zählen Thomas Erl, Grady Booch, Anne Thomas Manes, David Chappell, Dirk Krafzig, Paul Brown, Mark Little, Toufic Boubez, Clemens Utschig, Tony Chan und vielen anderen, welche neue Idee und exklusive Informationen aus allen Bereichen des Cloud Computings und SOA bereithalten.
Themen aus den folgenden Bereichen werden auf dem Symposium diskutiert:
Im Anschluss an die Veranstaltung findet vom 7.-8. Oktober 2010 noch ein zweitägiger Workshop für Spezialisten des Cloud Computings statt.
Wer dabei sein möchte und sich beeilt kann über die Early Bird Registration noch den ein oder anderen Euro sparen. Bis zum 31.07.2010 gibt es 100 € Rabatt für Firmen und Organisationen. Studenten werden sogar, neben dem sowieso schon 80%igen Rabatt, noch einmal 50€ zusätzlich erlassen. Die Registrierung findet sich hier
Dieses Jahr findet das weltweit bekannte CloudCamp zum ersten Mal in Hamburg statt und ist damit das einzige CloudCamp in Deutschland. Die Veranstalter René Büst und Björn Böttcher haben hochkarätige Referenten aus Unternehmen wie ScaleUp Technologies und T-Systems geladen, die aufzeigen werden, welche Anwendungsbereiche Cloud Computing für Unternehmen hat und wie aktuelle Adaptionsmöglichkeiten aussehen. Weiterhin sind viele interessante Vorträge aus den Bereichen Business Benefit, Infrastructure Services,
Security & Data Privacy, sowie Open Source und Cloud Science im Angebot.
Im Gegensatz zu gewöhnlichen Konferenzen lebt das CloudCamp nicht nur von Vorträgen sondern vor allem auch von seinen Teilnehmern. Das CloudCamp biete viele Möglichkeiten untereinander zu networken, Ideen miteinander zu teilen und einen Erfahrungsaustausch zu Cloud Computing Technologien stattfinden zu lassen. In offenen Diskussionen kann jeder seine Gedanken über die Weiterentwicklungsmöglichkeiten des Cloud Computing der Teilnehmerschaft – die aus Endanwendern, IT-Profis, IT-Entscheidern und Anbietern besteht – frei mitteilen.
Das CloudCamp Hamburg findet am 17. September 2010 in der
Universität Hamburg (ESA W/O 221)
Edmund-Siemers-Allee 1
20146 Hamburg statt.
Beginn ist um 17:00 Uhr.
Die Teilnahme ist kostenlos. Man benötigt nur die Registrierung hier auszufüllen.
Weiteren Informationen finden sich auf der Webseite des CloudCamp Hamburg.
Mit dem heutigen Tag gibt es ein neues sehr vielversprechendes Open Source Projekt, dass sich dem Thema Infrastructure as a Service und Cloud Storage widmet. OpenStack, so der Name des Projekts, basiert zum jetzigen Zeitpunkt hauptsächlich auf den Quellen von Rackspace Cloud Servers und Cloud Files und darüber hinaus auf dem Nebula Projekt der NASA.

Aber das ist noch nicht alles, zusätzlich zu den beiden Schwergewichten Rackspace und NASA haben sich noch 100 weitere Entwickler dem Projekt angeschlossen. Eins ist klar, man will hier eindeutig das dominante Open Source Cloud Projekt werden.
Ich kann das nur begrüßen. Zwar gibt es mit Eucalyptus bereits eine vergleichbare Lösung die ebenfalls Open Source ist. Aber gerade die Open Source Gemeinschaft stellt schon seit Jahren unter Beweiss, dass immer Platz für verschiedene Projekte und Ansätze ist. Und der Innovation und Qualität der Projekte schadet es sicher nicht. Ganz im Gegenteil. Es bleibt also abzuwarten und OpenStack ist auf jedenfall ein sehr spannender Ansatz.
Insbesondere für Rackspace ist das natürlich kein Selbstzweck. Höchstwahrscheinlich sieht man in diesem Schritt die große Chance endlich technologisch zu Amazon aufzuschliessen, die völlig zurecht der Quasi-Standard sind.
Ich werde mich demnächst mal genauer mit den einzelnen Komponenten beschäftigen und dann ggf. berichten.