Mosso :: The hosting cloud

Der Name ist Programm, sagt man so schön. Mosso selbst ist kein komplett eigenständiges Unternehmen, sondern gehört zu Rackspace. Einem der größeren amerikanischen Hoster.

Das Konzept ist ähnlich wie bei allen anderen bisher vorgestellten CloudHosting Anbietern. Wenn die Programmiersprache und Datenbank der eigenen Wahl unterstützt wird, kann man seine Anwendung hochladen und schon ist man online.

Unterstützt wird zur Zeit:

  • PHP
  • Ruby
  • Perl
  • Python
  • .NET 2, 3 & 3.5
  • ASP
  • IIS 7

Und auf Datenbankseite:

  • MySQL
  • MS SQL 2005

Für 100 $ pro Monat bekommt man 50 GB SAN Speicherplatz, 500 GB Traffic pro Monat und 10.000 compute cycles. Dies ist die von Mosso verwendete Masseinheit für CPU Leistung. Dabei entsprechen 10.000 laut Mosso Homepage ungefähr der Leistung eines modernen 1,2 GHz Prozessors.

Darüber hinaus gehender Verbrauch muss mit 0,50 $ pro GB Speicherplatz, bzw. 0,25 $ pro GB Traffic und 0,01 $ pro comput cycle vergütet werden. Insgesamt ist das Angebot damit etwas teurer als Amazon EC2, aber man darf dabei natürlich nicht vergessen, dass EC2 einem keinerlei Konfigurationsarbeit abnimmt. Wenn man von den vorgefertigen EC2 Images mal absieht, die genau das Richtige sein können, aber eben nicht müssen.

Wie andere Anbieter auch verspricht Mosso als Vorteil gegenüber eigenen dedizierten Servern flexible Skalierung je nach Bedarf. Wie performant Mosso dabei wirklich ist, hat Matthew Sacks mal versucht herauszufinden. Auf eine Standardinstallation der Open Source Webshop Software OS Commerce hat er einen Apache Benchmark losgelassen. Die Ergebnisse, natürlich inklusive Angaben zur Testumgebung sind auf jeden Fall einen Klick wert. Sein Fazit dabei, Mosso skaliert ausgesprochen gut.

Preislich bleibt natürlich nicht zu vergessen, dass jeden Monat min. 100 $ anfallen, auch wenn man die Inklusivleistung nicht ausgeschöpft hat. Andere Pakete bietet Mosso dabei nicht an. Im Vergleich mit einem dedizierten Server ist das allerdings nicht so dramatisch, dieser müsste schliesslich auch gezahlt werden, egal ob er ausgelastet war oder nicht. Allerdings ist dies ein weiterer Vorteil, den CloudHosting gegenüber dedizierten Servern bieten kann, der sich mit Mosso leider nicht realisieren lässt. Schön wäre es, auch nur für die tatsächlich verbrauchte Leistung zu zahlen.

Nur am Rande bemerkt, Java wird von Mosso zur Zeit nicht angeboten, aber ist wohl in Arbeit. Offenbar scheint die Mosso Webseite selbst dabei nicht in der Mosso Cloud gehostet zu sein, denn diese ist, wie man am index.jsp erkennen kann offensichtlich mit Java realisiert. Vielleicht ist das aber auch schon das erste Anzeichen, dass es kein leeres versprechen bleibt bis Java auch für Kunden verfügbar ist.

About Philipp Strube

Philipp Strube ist Gründer und Geschäftsführer von cloudControl. cloudControl entwickelt eine hochverfügbare und skalierbare Cloud Hosting Lösung für moderne Webapplikationen.
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2 Responses to Mosso :: The hosting cloud

  1. Tobi says:

    Sehr interessantes Blog, bitte unbedingt dran bleiben :-)

    Die bisher vorgestellten Hoster haben ihre Server alle in USA wenn ich das richtig recherchiert habe. So bleibt aus meiner Sicht bei datenkritischen Projekten immer noch die Frage: wer sind die tollen Cloud-Hoster in Deutschland/Europa? Nicht weil ich unbedingt den US-Hostern misstraue, sondern weil das tausende von Kunden noch immer tun und einfach auf “Server/Daten in Deutschland” viel besser anspringen als wenn man dies verschleiert oder offen “in den USA” sagt.

  2. Vielen Dank für das Lob. Ich werde auf jeden Fall dran bleiben.

    Ich kann nicht ausschliessen, dass es noch andere Anbieter gibt. Aber zumindest in England kann ich Dir zwei nennen.

    http://www.rapidcloud.co.uk/ und http://www.elastichosts.com/

    Wobei Elastic Hosts eher Infrastructure as a service ist und Rapidcloud eher Paas.

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