Wie versprochen hier also nach dem Artikel zu den AppSpaces die Vorstellung der AppCloud. Erstmal ist natürlich interessant, was der Unterschied zwischen AppSpaces und AppCloud ist. Dieser ist nämlich auf den ersten Blick nicht ganz klar. Zumindest mir war er es damals nicht, dass ist auch der Grund warum der erste Artikel fälschlicherweise auch AppCloud im Titel trägt, obwohl es dabei eigentlich um die AppSpaces geht.
AppSpaces sind verschieden Leistungsfähige Hostingpakete, die Wahlweise mit Java oder Ruby on Rails und MySQL oder PostgreSQL laufen. Dort können dann eigene Anwendungen gehostet werden. Mor.ph setzt dabei selbst Amazon EC2 ein um die AppSpaces zu betreiben. Mit der AppCloud ermöglicht Mor.ph jetzt seinen Kunden eigene Serverfarmen bestehnd aus verschieden großen EC2 Instanzen zu betreiben und zu verwalten. Dabei stellt AppCloud quasi das Verwaltungswerkzeug dar. Darüber hinaus, definiert Mor.ph auch die Aufgaben der einzelnen Intanzen. So kann man z.B. verschieden große MySQL oder PostgreSQL Server auswählen und diese per Drag & Drop in die Management Konsole werfen. Genau so, geht es auch mit Load Balancern oder Applikationsservern. Auf diese Weise, kann man sich seine eigene Serverfarm zusammenklicken und muss sich nicht um die Installation der einzelnen Serversystem kümmern.
Das ganze könnte dabei z.B. wie im Screenshot rechts aussehen. Das Interface ist dabei mit Flash realisiert. Inwieweit das notwendig ist, möchte ich mal so im Raum stehen lassen. Ich jedenfalls bin kein großer Flash Fan, nicht zuletzt natürlich weil das Plugin für Linux schlichtweg grauenhaft programmiert zu sein scheint.
Meine kleine Testkonfiguration da rechts, würde mit monatlich knapp über 10.000 $ zu Buche schlagen. Aber 6 Applikatonsserver und 4 Datenbankserver, plus 2 Load Balancer, ein Messaging und ein SuchIndex Server sind natürlich auch ein durchaus ambitioniertes Projekt.
Wenn AppCloud hält was es verspricht, und einem tatsächlich die Verwaltung und Wartung der einzelnen Serverimages bei Amazon abnimmt kann es für größere Webapplikationen und Unternehmenskunden durchaus eine alternative zu Managed Server sein. Die Möglichkeit mit den AppSpaces anzufangen und dann wenn Bedarf da ist auf eine eigene AppCloud umzusteigen ist sehr vielversprechend.
Der Ansatz von Mor.ph gefällt mir damit insgesamt sehr gut. Gerade die Preisgestaltung, bei AppSpaces zahlt man pro Tag lediglich den Betrag für das größte genutzt Paket und es ist jederzeit möglich nach oben oder nach unten zu wechseln. Das kleinste Paket ist dabei kostenlos. Diesem Paket fehlt aber, dass darf man nicht unerwähnt lassen die Möglichkeit eine eigene Domain einzurichten. Es ist lediglich eine .morpexchange.com Subdomain nutzbar. Eigene Domains können erst ab dem Two Cubes Paket genutzt werden. Dieses kostet 1 $ pro Tag.
Was unsere myPEAK Meta-mor.ph-ose angeht gibt es auch schon gute Nachrichten. So langsam läuft alles und sieht auch durchaus vielversprechend aus. Wenn jetzt keine großen Probleme mehr auf uns warten werden wir demnächst komplett zu Mor.ph umziehen. 31 $ pro Monat sind jedenfalls um einiges günstiger als die 63 € die uns unser dedizierter Server momentan kostet.

