IaaS: Warum Amazon es richtig macht und alle anderen falsch
Im Grunde genommen, ist es ganz einfach. Amazon zieht die Sache mit virtuellen Servern über eine API starten konsequent durch. Alle anderen tun dies nicht.
Damit ist zwar das Problem beschrieben, aber nicht die Ursache.
Ganz besonders hervorzuheben ist dabei ein Unterschied. Amazon Instanzen werden jedesmal frisch aus einen Image gestartet. Wenn die Instanz beendet wird, gehen alle Änderungen verloren. Was für den ein oder anderen auf den ersten Blick erschreckend wirken mag, ging mir vor einem Jahr auch noch so, ist wenn man ehrlich ist die einzige brauchbare Lösung wenn man eine größere Anzahl an Instanzen verwalten will oder muss.
Nur durch diese Images hat man 1. jederzeit einen definierten Zustand und kann 2. überhaupt wirklich kontrolliert Softwareupdates fahren. Natürlich gibt es da verschiedene Lösungen zum Update- bzw. Patch-Management. Aber eigentlich weiss jeder, kommt es damit in der Praxis immer wieder zu Problemen.
Durch die Images hat man jederzeit einen frisch Installierten Server wenn man eine EC2 Instanz startet. Die Images selbst kann man updaten, testen und dann problemlos neue Instanzen damit starten und die alten beenden. Diese Tatsache zwingt einen natürlich dazu nach dem Start automatisiert verschiedene Anpassungen vorzunehmen, die die Instanz auf ihren eigentlichen Einsatzbereich vorbereiten. Genau damit bereitet man sich aber auch darauf vor die Anzahl der Instanzen jederzeit erhöhen oder verringern zu können. Zumindest in der Theorie. In der Praxis wird die ein oder andere Anwendung wohl noch Probleme machen.
Hier ist der Punkt an dem die meisten anderen Anbieter einen Kompromiss eingehen und damit auch den meiner Meinung nach größten Fehler, wenn es um Cloud Computing geht. Man startet eine bestimmte virtuelle Instanz und nicht einfach irgendeine. Damit ist es aber auch nur das. Virtualisierung. Echtes Cloud Computing (Infrastructure as a Service) wird daraus erst wenn die einzelnen Instanzen völlig austauschbar werden. Und das werden sie eben nur, wenn sie jederzeit mit genau dem selben definierten Zustand per API erstellt werden können.
Gerade die API ist dabei aber auch Pflicht. Wer als IaaS Anbieter nicht zumindest geplant hat eine solche Schnittstelle zeitnah anzubieten sollte ganz schnell nochmal sein Angebot überdenken. Wer jetzt lediglich mit einem Virtualisierungsangebot startet und das ganze dann Cloud Computing nennt wird es meiner Meinung nach am Markt nicht lange verkaufen können. Noch ist es nicht zu spät.
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Jeder, der sich mit der Thematik auseinander setzten will, sollte (aus meiner Sicht) Cloud Application Architectures von George Reese lesen. Das Büchlein ist sehr kurz, gibt aber einen wirklich “fundierten” Einblick in das Thema und die damit verbundenen “Herausforderungen und Eigenheiten”, trotz der EC2 Lastigkeit. Ich glaube, jeder, der das gelesen hat, wird die gleiche Meinung haben, die Du hier auch vertrittst.
An welche Provider denkst Du mit Deinem Artikel?
Ehrlich gesagt, habe ich “alle anderen” nur geschrieben weil es provoziert und damit die Aufmerksamkeit auf den Artikel lenken soll.
Ich hab garnicht konkret an irgendwelche anderen Anbieter gedacht. Aber mir ist auch kein anderer bekannt, der es so konsequent wie Amazon macht.
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Ein Artikel von Philipp Strube
Philipp Strube ist Gründer und Geschäftsführer von cloudControl. cloudControl entwickelt eine hochverfügbare und skalierbare Cloud Hosting Lösung für moderne Webapplikationen.
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