Fazit: Cloudcamp Frankfurt 28.09.2009

Das Cloudcamp Frankfurt ist seit einigen Stunden vorbei und mitlerweile bin ich wieder in Bonn angekommen. Alles in allem war das Cloudcamp eine solide Veranstaltung. Ganz ohne Kritik geht es aber nicht.

Das Filmmuseum, dass muss man ganz klar sagen, war als Veranstaltungsort vollkommen ungeeignet. Das ganze Gebäude schien ausschliesslich aus viel zu schmalen Gängen zu bestehen. Es gab nicht einen Raum der groß genug gewesen wäre um alle Besucher darin zu beherbergen. Oder wenn es diesen gab hat man ihn nicht genutzt. So war dann auch im “Hauptvortragsraum” die Gruppe der Zuschauer zweigeteilt, da der Raum über Eck war. Ich scheitere bereits daran die richtigen Worte zu finden um den Missstand zu erklären.

Die Vorträge waren von sehr gemischter Qualität. Die Begrüssung klang vielversprechend, als klare Ankündigung wurde mehrmals betont, dass es keine Sales Pitches geben würde.

Die Keynote von Simon Wardley, Cloud Computing – Why IT matters, war sehr unterhaltsam und informativ. Nachdem ich bereits das Video gesehen hatte, habe ich ihn das erste mal auf der Froscon Live gesehen. Das Experiment mit den Kätzchen am Ende ist allerdings etwas missglückt.

Die beiden nachfolgenden Vorträge waren dann das komplette Gegenteil und schwankten zwischen betäubend langweilig, unsinnigem Marketinggefasel und dreistem Sales Pitch. Und das, obwohl es diese ja laut Veranstalter nicht geben sollte. Zum Glück waren die Vorträge auf sechs Minuten beschränkt. Das hat es einigermaßen erträglich gemacht.

Die darauffolgenden Vorträge waren dann aber zum Glück größtenteils besser und teilweise auch wieder richtig kurzweilig und trotzdem inhaltlich interessant. Mit einer Ausnahme. Sei mal dahingestellt, dass die Lösung für den ein oder anderen Teilnehmer interessant sein könnte. Aber was Arvid Fossen von A-Server da als abstrakten Vortrag zum Thema Cloud Computing verkaufen wollte war nichts anderes als ein Sales Pitch. Zu allem Überfluss nichtmal ein sonderlich guter. Sponsor hin oder her, aber wenn man die Regel aufstellt, dass die Vorträge keine Sales Pitches sein sollen, dann muss dies auch für ALLE Sponsoren gelten.

Hier hätten die Veranstalter einschreiten bzw. die Vorträge bereits im Vorfeld ausschliessen müssen.

Im Anschluss an die Vorträge gab es eine kurze Pause und dann das sogenannte Unpanel. Dabei soll eine Diskussion zwischen Publikum und Vortragenden entstehen. Aufhänger war Public- vs. Private Cloud. Meine persönliche Meinung zu Private Clouds mal aussen vor gelassen hatte ich den Eindruck, dass das Thema nicht die beste Wahl war.

Positiv zu vermerken ist, dass das WLAN einwandfrei funktioniert hat. Die kleinen Zeitverzögerungen und Verschiebungen im Ablauf sind in meinen Augen kein Problem. Sowas passiert eben.

Alles in allem würde ich der Veranstaltung die Schulnote drei geben. Den Organisatoren gebührt ein großer Dank für die Arbeit die man sich gemacht hat und durch die Sponsoren war für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Auch wenn ich eine bessere Location und mehr gute Vorträge bevorzugt hätte.

About Philipp Strube

Philipp Strube ist Gründer und Geschäftsführer von cloudControl. cloudControl entwickelt eine hochverfügbare und skalierbare Cloud Hosting Lösung für moderne Webapplikationen.
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10 Responses to Fazit: Cloudcamp Frankfurt 28.09.2009

  1. Christoph says:

    Ich kann mich dem Beitrag von Philipp nur anschliessen. Insgesamt ein interessantes Cloudcamp, mit einigen Abstrichen in Sachen Location und bei einigen Vorträgen.
    Die anschliessenden Workshops, zumindest der zum Thema Security bei welchem ich anwesend war, waren gut. Dort kam dann auch wirklich eine rege Diskussion auf. Hiervon hätte ich mir im gesamten Cloudcamp etwas mehr gewünscht.

  2. Stimme ich auch zu. Und — FWIW — es tut mir leid. Wir haben versucht einen Gleichgewicht zu halten zwischen “sei nett zu Sponsoren” und “do the right thing”. Wir haben’s nicht ganz hinbekommen. Wie oft beim Anfaenger (war ja schliesslich das erste FfM ‘Camp, und auch die erste fuer die Organisers), haben wir etwas zu viel vorgenommen. Unsere Wunsch das ‘Camp etwas “professioneller” zu gestalten wie es viellecith ueblich ist (die Mappen, das Video-Crew, usw.) haben die Kosten hoehergetrieben und uns anschliessed abhaengiger von den Gunst der Sponsoren gemacht. Das war Dumm, und ich hab nicht vor dieser Fehler zu wiederholen.

    Der Lokation dagegen war einen Konsequenz von Terminpolitik. Wir hatten ursprunglich einen Termin die leider im Konflikt mit der noch bevorstehenden ‘Camp in Muenchen war, und muessten unsere etwas sprunghaft aendern. Zum Schluss hiess es entweder einen FfM ‘Camp im Herbst, aber dann in dieser Lokation, oder erst den ‘Camp irgendwann im Spaetwinter / Fruehling halten. Wir gingen aufs Risiko ein, statt zu warten. Ich verstehe Deine kommentaren dazu. Schulter zucken. Wir haben versucht das Beste daraus zu machen — im Nachhinein, ich stehe zu unsere Entscheidung.

    Dafuer haben wir Simon Wardley und Sam Johnston, u.A., an einem Ort, in Deutschland, zum Nulltarif fuer alle gehabt. Darauf, zumindest, bin ich schon Stolz.

    Uebung macht bekanntlich den Meister, und wir haben schon vor, FfM zu wiederholen. Wir werden auf jeden Fall versuchen von unseren Fehler zu lernen. Ich hoffe, Du wirst beim naechsten Versuch auch dabei sein.

  3. Chris Boos says:

    Zunächst einmal vielen Dank für Deine konstruktive Kritik, die wir – wenn wir noch einmal ein solches Camp organisieren sollten – ganz sicher berücksichtigen. Darf ich diese Stelle dazu nutzen, auch einen Blick in die andere Richtung zu wagen? Als Veranstalter, der Sponsoren anzieht, hat man es immer schwer “Zensur” durchzuführen. Als Publikum hingegen hat man es wirklich einfach. Genau deswegen habe ich in der Begrüßung so deutlich darauf hingewiesen, dass IHR – das Publikum – euch einmischen sollt / müsst, wenn hier jemand versucht etwas zu verkaufen. Vielleicht ist es den von Mark angesprochenen kulturellen Unterschieden zu den USA zuzuschreiben, dass während der Vorträge niemand etwas gerufen hat, wenn es zu sehr in Richtung Pitch ging. Wir als Veranstalter können das wie gesagt nur sehr vorsichtig tun. Dar ich die Bitte als auch an alle Teilnehmer zukünftiger Cmaps richten: Mischt euch ein, lasst es euch nicht gefallen, wenn jemand nur etwas verkaufen will.
    Was ich erstaunlich finde, ist dass die meisten eher kommerziell Präsis von “CloudCamp Veteranen” kamen und sogar CloudCamp als Brand ist für sehr kommerzielles Sponsorship bedauerlich offen.
    Aus meiner Sicht wäre etwas mehr inhaltlicher Kommentar, während der gesamten Veranstaltung und auch Danach, von den Teilnehmern sehr wünschenswert gewesen. Ich kann die Erfahrung auch bestätigen, dass sich dann in den kleineren Gruppen der Workshops eine gute Diskussion entwickelt hat.

  4. Nikolai says:

    Ich habe das ganze bis auf schlechte Luft und paar ausgefallene Vorträge sehr gelungen empfunden, Lob an die Veranstalter! Kritik wird natürlich immer geben, aber ich persönlich würde nächstes Jahr wieder hin gehen.

  5. Pingback: Impressions from CloudCamp Frankfurt « Elastic Security

  6. Was Termin und Ort angeht, kann ich das ganze nach dem Kommentar von Mark jetzt besser verstehen. Manchmal muss man eben Kompromisse eingehen.

    Die Problematik mit den Sponsoren kann ich auch durchaus nachvollziehen, würde aber behaupten die Inhalte sind den meisten Besuchern wichtiger als Getränke, Essen und Gastgeschenke. Im Endeffekt ist es aber richtig, dass das Publikum sich auch hätte zu Wort melden können. Und zu diesem Publikum habe ich selbst auch gehört.

    Aber mein Beitrag ist auch nur als Feedback gemeint und ich bin gerne auch beim nächsten Cloudcamp Frankfurt wieder dabei.

  7. Martin Reti says:

    Hi,

    ich hatte auch das Vergnügen, beim Cloud Camp dabei zu sein. Natürlich findet man immer was auszusetzen, aber ich hatte mich schon im Vorfeld auf etwas Pfadfinderromantik eingestellt ;-) . Die Veranstalter hatten aus den örtlichen Gegebenheiten das Beste gemacht. Wenn ich nur dran denke, dass Roland Judas während der Vorträge Getränke reichte … ;-) )
    Den Aussagen über die Vorträge kann ich mich voll anschließen. Gegen einen guten Sales Pitch habe ich eigentlich auch gar nichts. Ich denke, das Publikum war sehr wohl in der Lage, das Substanzielle herauszufiltern. Aber die Betonung liegt auf “gut”. Leider war die Qualität mancher Vorträge nicht so prickelnd (Salespitch hin oder her). Vielleicht wäre weniger mehr gewesen.
    Die Diskussion in den Kleingruppen war unterhaltsam, aber die Cloudwelt haben wir damit auch nicht gerettet. Vielleicht könnte man bei einer Wiederholung eventuelle Diskussionsthemen bereits im Vorfeld vorbereiten. Die klassischen Veranstaltungsformate haben durchaus auch was für sich.

    Beste Grüße
    Martin

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    The Unit is powered by the Main chip adopting the CORTEX A8
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  10. No live wallpapers, widgets, home screens, lock screens.
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