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Enterprise vs. Saas

8 Januar 2009 No Comment

Software as a service wird allgemein als Teil der bevorstehen Revolution der IT-Welt angesehen. Wie weit das jetzt wirklich revolutionär ist oder doch wieder nur eine Kombination aus bereits dagewesenen Ideen mit einer Prise Neuentwicklungen sei jetzt mal dahingestellt.

Sicher ist, dass Software as a service Potential hat. Dieses auszuschöpfen kann die Softwarebranche aber mit Sicherheit noch die nächsten 10 Jahre beschäftigen. Andreas Göldi macht sich auf Netzwertig trotzdem bereits jetzt Gedanken, wie Software as a service als Konzept in Großunternehmen ankommen kann. Insbesondere die milliardenschweren Softwarekonzerne wie SAP, Oracle, Microsoft, IBM, CA und wie sie nicht alle heissen sehen in Saas ein Konzept, dass an ihren Kerngeschäftsfeldnern sägt. Unternehmenssoftware ist ohne Frage ein sehr lukrativer Markt. Dafür sind die Unternehmen bereit horende Summen für Verkauf und Marketing auszugeben, wodurch sich Andreas zu der etwas zynischen Formulierung: “Der Verkaufsprozess für Enterprise Software ist eine komplexe Angelegenheit, die mehr mit einem exotischen Paarungsritual zu tun hat als mit der rationalen Beschaffung eines standardisierten Produktes.” hinreissen liess. Ganz Unrecht hat er damit aber sicherlich nicht.

Genausowenig wie mit der Behauptung, dass Konkurrenzfähig Software as a service Angebote für verschiedene Enterprisesoftwarekategorien wie CRM- oder Warenwirtschaftssysteme von einer Hand voll Entwickler zur Not aus den eigenen vier Wänden entwickelt werden können. Open Source Software macht es möglich. Aus diesen Projekten können mit einem guten Produkt und dem richtigen Gespür für Unternehmertum profitable Unternehmen entstehen. Natürlich werden die großen Softwaremultis mit eigenen Angeboten versuchen den Saas Markt an sich zu reissen. Aber wirkliche Innovationen kommen häufig nicht aus Großkonzernen. Hier sind also durchaus Chancen und Potential zu erkennen.

Neben den potentiellen Verlierern der beginnenden Ära Saas zählt Andreas auch die potentiellen Gewinner auf. Hier sieht er, meiner Meinung nach auch völlig zu Recht, die Hostingfirmen mit guten Chancen von der Entwicklung zu profitieren. Wie gesagt, sehe ich dass ähnlich. Allerdings mit einer Einschränkung. So lange die Hostingfirmen nicht aufwachen und erkennen, dass dedicated Server nicht das non-plus-ulta für Saas Lösungen sind, sehe ich schwarz.

Den Anforderungen von Großkunden gerecht werdende Hostingplattformen zu betreiben ist eine Herausforderung für sich. Kleine Entwicklerteams, die aus den eigenen vier Wänden neben der Entwicklung des eigenen Produkts auchnoch die Infrastruktur dafür aufbauen und betreiben sollen werden damit überfordert sein. Wenn der Kunde mehr als nur einen Browser und eine schnelle Internetverbindung benötigt verliert Saas an sich die Daseinsberechtigung.

Hier stehen Dritte Unternehmen in der Pflicht skalierbare und ausfallsichere Hostinglösungen zu attraktiven Preisen anzubieten. Nur so können kleine Saas-Schmieden ihre Software konkurrenzfähig Kunden jeder Größenordnung anbieten.

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