Der Weg zur Wolke führt über den Tod des Client PCs
In den letzten Tagen habe ich wieder Mal ausgiebig mit Bekannten über die Evolution des Desktop PCs gespochen. Es fing an beim Desktop PC, ging über zum Notebook und endete beim Netbook. Aber eigentlich hört es da ja auch nicht auf. Die Smartphones in unseren Hosentaschen werden von Normalsterblichen oft als Telefone verkannt. Dabei kann der Blackberry in meiner Tasche schon mehr als mein PC vor 5 Jahren konnte. Fazit daraus war: Die Dinger werden immer kleiner und können meistens mehr als ihr Vorgängermodell. Aber wo wird das hinführen? Eine lineare Extrapolation dieses Trends verleitet dazu zu behaupten, dass inhaltlich alles “beim Alten” bleibt und nur auf der technischen Seite die Dinge kleiner werden.
Aber das wird anders kommen. Ein Artikel im Forbes beschreibt ganz gut, was mit Desktop PCs dieser Tage so passiert. Sie werden ausgetauscht gegen Kisten die nur noch mit virtuellen Machinen kommunizieren. Der persönliche Desktop ist plötzlich gar nicht mehr auf dem Schreibtisch sondern irgendwo im Rechenzentrum. Komische Situation mag sich da manch einer denken, aber wirklich merken werden es die wenigsten.
Für das Unternehmen ist das ganz praktisch. Es spart die teure Hardware an jedem einzelnen Arbeitsplatz und sorgt für ordentliche Auslastung der Komponenten im Rechenzentrum. Außerdem ist die Wartung deutlich günstiger und simpler, da an der Client Unit nicht mehr soviele Fehlerquellen vorhanden sind wie an einem richtigen Desktop PC.
Und wo soll das alles hinführen? Sicherlich ist Desktop Virtualisierung im Moment ein großer Trend. Aber da wird es nicht aufhören. Irgendwann wird die Tabellenkalkulation und die Textverarbeitung nicht mehr auf dem firmeneigenen Rechenzentrum beheimatet sein, sondern als SaaS Anwendung über jeden Browser zugänglich sein. Die Anwendungen wandern in die Cloud. Dann braucht man auch keinen virtuellen Desktop mehr sondern vielleicht nur noch ein Stück Hardware auf dem ein Browser läuft. ChromeOS und Litl lassen grüßen. Ich vermute (und hoffe), dass das schneller gehen könnte als manche so erwarten.
Via Forbes.com und basicthinking.de








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