Autos in der Cloud
Halt, einen Moment. Der Titel des Blogs ist doch eigentlich Server in den Wolken. Was soll das mit den Autos jetzt? Schon richtig, eigentlich geht es hier um Server und um Cloud Computing.
Aber ich habe gerade auf heise Autos gelesen, dass die Daimler AG ein neuartiges Mietwagenkonzept in Ulm (ja, nur in Ulm nicht auch um Ulm rum) ausprobiert. Ganz neu ist das Konzept dabei natürlich nicht, denn es ist nahezu identisch mit Mietfahrradkonzept der deutschen Bahn. Bei dem einen, wie bei dem anderen kann man Autos (Smart fortwo) oder eben Fahrräder zeitweise mieten und diese dann nachdem man sie nicht mehr braucht auf jedem beliebigen kostenfreien Parkplatz abstellen. Zahlen muss man dann nur für die tatsächlich genutzt Zeit.
Eine Minute Mietauto kostet laut heise 19 Cent. Weitere Kosten entstehen nicht, einzige Vorraussetzung ist eine einmalige Registrierung beim Dienst. Im Zuge dieser wird ein RFID Chip auf den Führerschein geklebt, der dann als “Schlüssel” für die Fahrzeuge fungiert. Auf diese Weise soll sicher gestellt werden, dass der Mieter eine Fahrerlaubnis hat. Soweit zum Konzept.
Zurück zum Thema. Was ich an diesem Konzept so spannend finde ist genau die Idee die auch meiner Meinung nach das Argument schlechthin für Cloud Computing ist. Dass ich nur für die tatsächlich benötigte und genutzte Leistung zahlen muss. In der Zeit in der ich die Leistung nicht benötige, kann sie von jemand anderem genutzt werden und wenn dieser sie nicht mehr benötigt gibt er sie ebenfalls einfach wieder zurück in die Gesamtmenge der Leistungseinheiten. Die dadurch entstehenden Kostenvorteile machen Cloud Computing gerade jetzt und in Zukunft für Unternehmen jeder Größe interessant.
Gerade im Bereich der Webanwendungen, die bedingt durch das Nutzungsverhalten, fast vorhersehbare Lastspitzen aufweisen kann man es sich mit Hilfe von Cloud Computing sparen die gesamte Zeit massiv Hardware in Betrieb haben zu müssen, obwohl man diese nur zu Stoßzeiten benötigt. Trotzdem hat man aber auch genug Reserven, falls doch einmal eine Lastspitze eintritt, mit der man nicht gerechnet hat.
Bedingt durch verschiedene Zielgruppen oder natürlich auch Zeitzonen können so verschiedene Webseiten die Ressourcen dann nutzen wenn sie benötigt werden.
Cloud Computing hat neben dem Mietauto Konzept von Daimler sogar noch einen erheblichen Vorteil. Es ist ohnehin schon ärgerlich zehn Minuten nach einem Parkplatz suchen zu müssen, jetzt kostet jede Minute auch noch Geld. Rechenleistung hingegen ist innerhalb der Cloud quasi virtualisiert und benötigt keinen Parkplatz.
Bildquelle:
Li Song








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