Ausblick 2009
Woimmer dieser Tage die IT Trends 2009 prophezeit werden findet Cloud Computing Erwähnung. Nicht weiter verwunderlich, die Gründe dafür sollten hier auch bereits mehrfach genannt worden sein.
Dabei liest man häufig soetwas wie: Musik in der Cloud, Daten in der Cloud und so weiter. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass Endanwender ihre Musik oder Daten bei verschiedenen Webanbietern auslagern. Dadurch erhalten sie von überall auf der Welt Zugang zu den Daten, eine Internetverbindung vorrausgesetzt. Darüber hinaus entfallen lästige und deshalb oft schändlich vernachlässigte Dinge wie Backups und dergleichen. Nicht unerwähnt darf in diesem Zusammenhang aber auch bleiben, dass sich natürlich ein Sicherheitsrisiko eröffnet. Man vertraut seine Daten natürlich dem Betreiber der Plattform an und ist damit der Kompetenz des Anbieters ausgeliefert. Zwar gilt dies für die verschiedenen Webmailanbieter schon seit Jahren, aber mit immer mehr Daten die übers Internet verteilt bei verschiedenen Anbietern lagern steigt natürlich die Attraktivität Sicherheitslücken in diesen Diensten auszunutzen. Wie die Sicherheitsexperten auf dem gerade zu Ende gegangen 25. Chaos Communication Congress so trefflich formuliert haben gibt es keine Sicherheit und unzulänglich gesicherte Systeme sind leichte Beute für Hacker jeder Coleur.
Hier stehen aber ganz klar die Anbieter in der Pflicht. Als Endanwender sollte man natürlich darauf achten, wem man seine Daten anvertraut. Dabei sind große Namen nicht zwangsläufig garant für gute Dienste. Im Endeffekt muss jeder im Einzelfall entscheiden.
Viel interessanter und auch viel schändlicher vernachlässigt finde ich das Angebot für junge Startups die Endanwendern solche Cloud Computing Dienste anbieten wollen. Der Aufbau einer eigenen Serverfarm ist aufwendig, teuer und zieht darüber hinaus auch hohe Betriebskosten nach sich. Gerade wenn es darum geht die Sicherheit des gesamten Systems sicherzustellen. Darüber hinaus muss immer genug Leistung für die Lastspitzen bereit gehalten werden die dann den größten Teil der Zeit brach liegt.
Hier können Cloud Computing Plattformen die Lösung des Problems sein. So können sich die Startups auf ihre Kernkompetenz, das eigene Produkt, konzentrieren und gleichzeitig die Hohen Investitionen vermeiden. Weiterer Vorteil einer Cloud Computing Plattform ist die Möglichkeit nur dann für die Rechenleistung zu zahlen wenn man sie auch tatsächlich benötigt.
Bisher wird dieser Bedarf aber nur von wenigen Anbietern gedeckt, insbesondere in Deutschland stecken die Hoster noch viel zu tief in den alten Systemen. Shared Hosting, Virtuelle Server und Dedicated Server wohin man auch schaut.
Für wirklich innovative Anwendungen müssen die Startups also immer tief in die Tasche greifen und teure dedizierte Hardware anmieten und dann selbst administrieren. Natürlich kann man die Administration auch extern erledigen lassen, aber dass muss man natürlich auch bezahlen und gerade hier wird Qualität häufig hohe Kosten rechtfertigen.
Ein weiteres Problem ist dabei, am Anfang wird man häufig nicht wissen wieviel Rechenleistung man benötigt. Zwar hofft natürlich jeder auf den großen Besucheransturm, aber aus der Hoffnung heraus direkt vom Start weg mit großer Hardware aufzufahren verbieten die Budgets häufig. Wenn der erhoffte Ansturm dann kommt kann aber selten schnell genug weitere Rechenleistung bereit gestellt werden um dem Andrang Herr zu werden.
Ein Cloud Computing Hostinanbieter kann hier von den Synnergieeffekten zwischen seinen Kunden profitieren und diesen Vorteil in Form niedriger Preise an eben diese Kunden weitergeben.
Meine Prognose deshalb: Im Webhostingsektor wird 2009 alles besser.









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