Auch O’Reilly hat Cloud Computing auf dem Radar

Nicht weiter verwunderlich. Denn Cloud Computing ist momentan absolutes Trendthema und damit in aller Munde. Zur Zeit ist alles Cloud, das Comic hat deswegen auch ganz hervorragend hierher gepasst.

Damit einher geht aber das von mir bereits mehrmals erwähnte Chaos rund um die Definition. Welcher Begriff jetzt welche Spielart beschreibt ist in der Öffentlichkeit immernoch alles andere als Eindeutig.

Tim O’Reilly hat sich dazu jetzt auf dem O’Reilly Radar geäussert und unterteilt sehr erfreulich ganz ähnlich wie ich. Er sieht drei große Typen: Utility Computing (z.B. AWS), Platform as a service (z.B. Google App Engine) und Cloud-based-end-user-applications (Facebook, Ebay usw.).

Gerade bei den ersten beiden verschwimmen die Grenzen nicht unerheblich, aber im Grunde sind Google App Engine und AWS von Amazon deutliche Gegensätze an denen man sich orrientieren kann und dann entsprechend andere Dienste einsortieren.

Darüber hinaus erkennt O’Reilly in Open Source Software einen Faktor der die aktuellen Entwicklungen gerade erst möglich gemacht hat und damit für den Erfolg von Web2.0 so bedeutend ist, wie Microsoft Windows für den Erfolg der PC Plattform. So jedenfalls sein Vergleich. Grundsätzlich hat er damit natürlich recht, niemand kann ernsthaft behaupten, die Möglichkeiten neue Internetdienste zu schaffen wären nicht erst durch die vielen Open Source Projekte die dabei Verwendung finden ermöglicht worden. Trotzdem hinkt der Vergleich mit Microsoft natürlich, weil Microsoft bis vor kurzem genau einer der Konzerne war, die auf Teufel komm raus versucht haben Open Source Software zu verteufeln. Momentan sieht es aber so aus, als würde auch in Redmond ein umdenken stattfinden. Zumindest was die Interoperabilität angeht.

Von Open Source ist aber im Bereich Utility Computing und Platform as a service noch nicht viel zu hören. Aber gerade hier sehe ich großes Potential, weil Community gestützte Standards dazu beitragen können verschiedene untereinander kompatible Angebote entstehen zu lassen und somit Wettbewerb entsteht von dem die Kunden profitieren können. Ausserdem steigt mit der Anzahl der Alternativen zu einem Anbieter auch die Bereitschaft Software für diese Plattform oder auf dieser Plattform zu entwickeln. Genau dieses Argument spricht auch gegen Google App Engine. Software die für App Engine entwickelt wurde ist nur sehr schwer auf andere Server zu transferieren. Dieser Lock-In Effekt wird mittelfristig ein Problem für solche Plattform as a service Anbieter werden.

About Philipp Strube

Philipp Strube ist Gründer und Geschäftsführer von cloudControl. cloudControl entwickelt eine hochverfügbare und skalierbare Cloud Hosting Lösung für moderne Webapplikationen.
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