Aptana Cloud – auch abseits von Google und Amazon gibt es spannende Cloud-Computing-Konzepte
Auch abseits von Google und Amazon gibt es spannende Cloud-Computing-Konzepte wie z.B. Aptana Cloud. Die Firma Aptana, eigentlich Hersteller der gleichnamigen, auf Eclipse aufbauenden Entwicklungsumgebung, bietet mit Aptana Cloud die Möglichkeit direkt aus der Entwicklungsumgebung heraus die entwickelten Anwendungen in verschieden Leistungsfähige Cloud-Computing Pakete hochzuladen. Nachdem man einen Account angelegt hat, ein Paket ausgewählt hat und die Zahlungsmodalitäten geklärt sind kann man die Anwendung sofort live im Internet testen.
Das Konzept ist dabei ganz deutlich darauf ausgerichtet das Deployment von Webanwendungen so einfach wie möglich zu machen. Auf diese Weise können sich die Entwickler der jeweiligen Anwendung auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und müssen sich nicht mit der “lästigen” Infrastruktur herumschlagen. Aptana stellt die Infrastruktur für Aptana Cloud ebenfalls nicht selbst, sondern kooperiert hier mit Joyent. Aptana legt offensichtlich wert darauf sich auf das Kerngebiet zu konzentrieren, nämlich die “perfekte” Entwicklungsumgebung für Webanwendungen zu entwickeln.
Aptana Cloud ähnelt dabei sehr dem, was Google mit der App Engine anbietet. Allerdings ist bei Google Python Pflichtprogrammiersprache. Bei Aptana Cloud ist es PHP. Auch der Lock-In Effekt, der bei Google dadurch entsteht, dass man die Google APIs für z.B. Datenbank und Mailversand nutzen muss, entfällt bei Aptana Cloud. Hier läuft die Anwendung auf einem ganz normalen LAMP-Stack (Linux, Apache, MySQL, PHP) und man hat dadurch als Entwickler jederzeit die Möglichkeit zu einem anderen Anbieter oder auf eigene Server zu migrieren.
Wie die Benutzung von Aptana Cloud aus der Aptana Entwicklungsumgebung Studio heraus aussieht zeigen die Aptana Macher in einem Screencast der, wenn Aptana Cloud hält was der Screencast verspricht sicher einige Entwickler erfreuen dürfte.
Mich persönlich interessieren solche Angebote wie Aptana Cloud ja ganz besonders. Die mit unzähligen Einschränkungen behafteten Hosting-Pakete bei Anbietern wie Strato, 1&1, Hosteurope, Hetzner, Domainfactory und wie sie nicht alle heissen entsprachen noch nie so richtig dem, was ich von einem Hostingangebot erwartet habe. Insbesondere die häufig langen Mindestvertragslaufzeiten und die unflexible Möglichkeit die Pakete bedarfsgerecht zu erweitern und auch wieder zu verkleinern sind mir seit jeher ein Dorn im Auge. Auch ist die Auswahl der Programmiersprache bei den meisten Hostingpaketen auf PHP beschränkt, was nunmal nicht für jedermann die Sprache der Wahl und auch nicht immer die beste Lösung ist.
Jetzt ist das bei Aptana Cloud natürlich nicht anders, dort wird bisher ja wie gesagt auch nur PHP angeboten, aber es besteht ja Hoffnung, dass auch andere Anbieter mit ähnlichen Konzepten und anderen, oder mehr Programmiersprachen starten. Auch Aptana Cloud soll in Zukunft wohl mehr Sprachen unterstützen wie das t3n magazin zu berichten weiß.
Ich jedenfalls sehe in solchen Angeboten ganz klar die Zukunft des Webhosting und die diversen großen und kleinen Hoster werden sich früher oder später etwas einfallen lassen müssen wenn sie dem Konkurrenzdruck der Cloud Computing Anbieter etwas entgegen setzen wollen.









Mal so am Rande, ich seh grad, die Joyent Server laufen ja unter Solaris… soviel zum Thema LAMP-Stack. Aber SAMP-Stack müsste man dann auch wieder neu erklären, und LAMP hat sich mitlerweile durchgesetzt.
Marketing > All. Manchmal könnte mich das aufregen.
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