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10 Dinge, die ich an heutigen Webhostinglösungen hasse!

1 Februar 2009 4 Comments

I'm Feeling Angry Today
Keine bedarfsabhängige Skalierung.

Es gibt auf dem gesamten Webhostingmarkt keine Lösung die es mir erlaubt klein anzufangen und dann einfach mit dem Bedarf meines Projektes zu wachsen. Ausserdem muss ich immer für Lastspitzen genug Leistung vorhalten, die den größten Teil der Zeit brach liegt. Kurzzeitige Peaks wie durch Digg, Heise oder Slashdot z.B. sind ebenfalls mein Problem.

Kosten sind nicht Verbrauchsabhängig.

Ich zahle feste Paketpreise für Inklusivleistungen die ich entweder garnicht brauche oder nur kurze Zeit brauche. Warum zahle ich nicht für Webhosting wie für Strom. Eine Art Grundgebühr, dafür dass das Projekt online ist und dann Abrechnung nach tatsächlichem Verbrauch? Optional mit Kostenlimit, damit ich jederzeit frei entscheiden kann ob mir mein Projekt das Geld wert ist.

Versteckte Vertragsklauseln im Kleingedruckten.

Was sollen diese unnötig verwirrenden Vertragsklauseln. Jedes vollmundige Versprechen hat zehn kleine Nummern dran die dann für jeden scheiß ne Ausnahme haben. Entschuldigt die Ausdrucksweise, aber darüber rege ich mich jedesmal auf. Bei Mobilfunkverträgen ist es genauso, wenn nicht sogar noch schlimmer.

Unqualifizierte Mitarbeiter.

Wenn ich ein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufe, muss ich mir auch die Mühe machen und Leute einstellen die davon Ahnung haben. Wenn ich beim Support anrufe will ich, dass mir jemand hilft. Wenn ich jemandem zuhören  will der mit Mühe und Not in der Lage ist den Fragenkatalog vorzulesen geh ich in die Vorschule. Ausserdem ist es ein Unding optional besseren Support anzubieten. Was soll das? Wenn ich erkenne, dass mein Support scheiße ist muss ich das ändern und nicht so tun als wäre das normal so.

Umständliche Administrationsoberflächen.

Hohe Verweildauer im Administrationsinterface sollte alle Alarmglocken zum läuten bringen. Ich meine ernsthaft, wenn ich im Administrationsinterface eingeloggt bin will ich irgendetwas erledigen. Es ist eher selten, dass ich mir dafür nen Tag Urlaub nehmen will. Die meisten Administrationsinterfaces die ich kennen lernen musste waren ungefähr so intuitiv zu bedienen wie… mir fällt nichtmal ein Vergleich ein der auch nur annähernd so umständlich ist.

Lange Mindestvertragslaufzeiten.

Mindestvertragslaufzeiten sind für Unternehmen die nicht in der Lage sind die Kunden mit der Qualität der eigenen Produkte oder Dienstleistungen an sich zu binden. Um das ganze auf die Spitze zu treiben gibt es dann noch meist völlig unverständliche Kündigungsfristen. Wenn man nicht sechs Monate vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit zu einer Uhrzeit mit ungerader Sekundenzahl kündigt wird der Vertrag automatisch um eine Zeit X verlängert. Gehts noch?

Einrichtungsgebühren.

Genau der selbe Quatsch. Wenn ich mich dann an den Versprechen vorbei zum Kleingedruckten gekämpft habe um rauszufinden was man mir hier wirklich verkaufen will, kann ich erstmal herausfinden wieviele versteckte Zusatzkosten mit dem Vertragsschluss noch verbunden sind.

Unflexible Pakete.

Wenn ich Webhosting will, will ich nicht zusätzlich noch ne SIM-Karte für mein Handy, oder nen DSL-Anschluss. Irgendwelche drittklassige Software zum Bearbeiten von Photos oder Erstellen von Webseiten sollte sowieso verboten werden und nicht auch noch mit dem Paket angepriesen. Ha und am besten werd ich während des Bestellvorgangs noch mit irgendwelchen Virenscannertestversionen beworfen.

Unnötig verwirrende Produktpakete.

Als wären die umständlichen Ausnahmen im Kleingedruckten nicht genug um den Kunden zu verwirren werden unzählige Pakete geschnürt die dann mit völlig bescheuerten Namen bestückt werden. Power, Plus, Ultra, Ultraplus, Powerultra, PowerultraPlusultra oder PlusplusUltraulra. Man sollte die Leute mal zwingen sich die Namen der Produkte gegenseitig laut vorzulesen.

Benachteiligung von bestehenden Kunden.

Jeder Anbieter lockt Neukunden mit unzähligen Versprechungen. 3 Monate halber Preis, oder garkeine Zahlungen. Es gibt eigentlich immer irgendeine Aktion, dass die Einrichtungsgebühr wegfällt. Da könnte man es auch gleich lassen… Oder wenn bis zum Ende des Monats bestellt wird gibt es lebenslang kostenlosesn Premiumsupport dazu. Was kriege ich als Bestandskunde? Bescheidenen Support, umständliche Administrationskonsolen, lange Vertragslaufzeiten und bescheuerte Kündigungsfristen. Wenn doch mal die Preise auch für Bestandskunden gesenkt werden muss man noch extra Bescheid geben, dass man auch weniger zahlen möchte.

Bei dem ein oder anderen Punkt mag man mir jetzt entgegen halten, dass man immer bekommt was man bezahlt. Aber wenn ich ein Produkt oder eine Dienstleistung zu einem Preis anbiete, dann sollten zumindest alle Leistungen die ich verspreche ihren grundsätzlichen Zweck erfüllen. Support bei dem mir nicht geholfen wird weil der Mitarbeiter keine Ahnung hat, ist kein Support. Wenn das mit dem Preis nicht möglich ist, kann ich den Preis nicht anbieten oder muss klar und deutlich angeben, dass man zu dem Preis keinen Support erwarten kann.

Ehrlichkeit ist im Prinzip das Schlüsselwort. Ich hasse es, dass ich als Kunde das Gefühl habe verarscht zu werden.

Wie würdet ihr sortieren, was ist eure Reihenfolge in meiner Top Ten? Gerne könnt ihr natürlich auch die Kommentare nutzen um der Liste weitere Punkte hinzuzufügen. Das Widget will irgendwie nicht bei mir im Blog. Hier der Link falls jemand bei Woobby sortieren möchte.

Creative Commons License photo credit: liber

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